Zukunftskonferenz

“Das ganze System in einem Raum”

 

“Das ganze System in einem Raum” ist das Grundprinzip der Zukunftskonferenz. Ein Unternehmen lädt nicht nur die verschiedenen Hierarchieebenen ein, sondern z. B. auch Vertreter von Lieferanten und Kunden, um sich mit der Zukunft des Unternehmens zu beschäftigen, das auch die Zukunft aller Beteiligten beeinflusst. Die Stärke der Methode liegt in der Integration verschiedenster Menschen und der klaren Struktur. Der Ablauf der Zukunftskonferenz ist gleichzeitig eine Zeitreise von der Vergangenheit über die Gegenwart hin zur Erfindung einer gemeinsamen Zukunft. Zurück in der Gegenwart wird wieder ein konkreter Maßnahmenplan erstellt. Bei allem gilt nach Marvin Weisbord, dem “Erfinder” der Methode: “Befassen Sie sich mit einem gemeinsamen Ausgangspunkt und gewünschten Zukunftsperspektiven - nicht mit Problemen und Konflikten.

Ablauf

Die Zukunftskonferenz dauert in der Regel 2,5 Tage mit 15 - 20 Arbeitstunden. An einer Zukunftskonferenz können bis zu 64 Personen teilnehmen. Der Erfolg der Zukunftskonferenz hängt wesentlich davon ab, dass tatsächlich die “richtigen” Menschen zur Konferenz kommen, dass das ganze System im Raum versammelt ist. Deshalb wird viel Wert auf eine umfangreiche Vorbereitung gelegt.

Während der Konferenz arbeiten die TeilnehmerInnen in einem Wechsel aus homogenen und heterogenen Gruppen. Dabei werden 5 Aufgaben erledigt. 

 

  • Aufgabe 1: Die Schlüsselereignisse in der Vergangenheit der Organisation herausarbeiten
  • Aufgabe 2: Äußere Einflüsse auf die Organisation benennen und analysieren. Welche Veränderungen kommen auf uns zu?
  • Aufgabe 3: Innere Einflüsse; was tun wir worauf wir stolz sind?
  • Aufgabe 4: Zukunft (er)finden, Idealszenarien entwickeln und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Gruppen entdecken
  • Aufgabe 5: Einen Aktionsplan entwerfen

 

Literatur

Einen interessanten Artikel zu Zukunftskonferenzen im schulischen Bereich finden Sie bei Olaf-Axel Burow. Weiterführende Literatur finden Sie in meiner Literatursammlung.