Teamcomposing

Auf dem Weg zum synergetischen Team

Überall wo Menschen in Teams zusammenarbeiten, geht es darum, dass das "Zusammenspiel" der Mitglieder optimal funktioniert, dass die Teamarbeit kreativ und produktiv gestaltet wird. Jeder sehnt sich nach diesem Zustand und jeder leidet darunter, wenn es nicht gut läuft im Team. Für uns war dies der Ausgangspunkt für eine faszinierende Forschungsreise mit der Frage: Welche neuen Wege gibt es, um ein wirklich gut funktionierendes, das heißt für uns synergetisches Team dauerhaft zu etablieren?

Mit Teamcomposing neue Wege beschreiten

Um aus Ihrem Team ein synergetisches Team zu machen, kombinieren wir drei innovative Ansätze zu einem schlüssigen Konzept der Teambildung - zum Teamcomposing:

1. "Musik im Team"

Echtes Zusammenspiel erlebbar machen

2. "Gewaltfreie Kommunikation"

Kommunikation optimieren, Konflikte bearbeiten

3. "Das synergetische Team"

Synergie im Alltag fördern


Teamcomposing - die Elemente

Teamcomposing biete ich gemeinsam mit der Sängerin und Trainerin Sabine Mariß an.

 

Interesse an Musik an stimmigen Konzepten? Dann schauen Sie auch unser Angebot "Stimmige Großgruppenprozesse" an!

1. "Musik im Team"

"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile". Diese Erkenntnis wird auf wunderbare Weise in der Musik erfahrbar: Die einzelnen Instrumente für sich genommen können nicht annähernd die Wirkung eines komplexen Gesamtklanges erreichen. Musik ist Synergie in Reinform! Auch in der Teamarbeit geht es um mehr als die Addition der Einzelleistungen. Gute Teamarbeit ist wie Musizieren: Alle Beteiligten ziehen an einem Strang, um ein Gesamtwerk zu realisieren. Auch wenn jeder darin einen individuellen Part übernimmt, steht das Gesamtergebnis im Vordergrund. Und das ist auf jeden Fall mehr als die Summe der Teile. Deshalb nutzen wir Musik, um Teams zu wirklich produktiven Gemeinschaften zu entwickeln. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

"Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an" (E. T. A. Hofmann)

2. "Gewaltfreie Kommunikation"

Zusammenarbeit ist nicht nur Harmonie und eitel Sonnenschein. In vielen Teams schwelen lang angestaute und nie wirklich bearbeitete Konflikte. Unbearbeitete Konflikte sind eine wesentliche Ursache für mangelnde Performance von Teams.

Mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg bearbeiten wir vorhandene Konflikte und bieten den Teilnehmern gleichzeitig ein Modell an, Konflikte in Zukunft früher und gründlicher zu bearbeiten. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

"Understand the differences, act on the communalities" (Andrew Masondo)

3. "Das synergetische Team"

Im Alltag braucht ein Team auch sehr konkrete Tools der Zusammenarbeit, um wirklich hervorragende Ergebnisse erzielen zu können. Das synergetische Team bietet eine Reihe von Ansätzen, um die Effektivität und Produktivität von Teams zu erhöhen und gleichzeitig Synergie auch im Alltag spürbar zu machen. Dabei kombinieren wir Ansätze aus der Moderationsmethode und der selbstorganisierten Gruppenarbeit. Wir werden anhand eines konkreten Projektes des Teams Elemente des synergetischen Teams einüben.

 

"... the excellence of daily life finally depends not on what we do, but on how we do it." (Mihaly Csikszentmihalyi - Kreativitätsforscher)

Teamcomposing im Detail

1. "Musik im Team"

Seid Menschengedenken hat Musik in allen Kulturen dieser Erde eine wichtige Rolle gespielt. Keine bedeutsame Zusammenkunft wäre ohne sie denkbar gewesen. Musik begleitete Heilungsrituale ebenso wie Feste jeder Art und diente als Ventil für unterschiedlichste Emotionen. Nach wie vor ist sie ist ein extrem machtvolles, Gemeinschaft förderndes Instrument und keinem Menschen ist sie egal!
Allerdings haben viele von uns das Vertrauen in ihre eigene Musikalität verloren, so als wäre Musik etwas für einige Auserwählte. Die Vorstellung, mit der Stimme oder auf einem Instrument selber Klänge zu erzeugen, ist von daher unter Umständen bedrohlich. Ängste kommen in's Spiel. Aus unserer Sicht ein Argument für und nicht gegen den Einsatz von Musik. Denn: Wirkliche Veränderung des Einzelnen und einer Gruppe braucht immer auch den Mut, vertraute Bahnen zu verlassen und vorsichtige Schritte in unbekannte Gewässer zu wagen.
In der folgenden Aufzählung einige der zentralen Argumente für den Einsatz von Musik und Stimme.

Musik in Teamprozessen...

... fördert das aufeinander hören
... ist nonverbale Kommunikation und erleichtert das verschlüsselte "Aussprechen" unangenehmer Dinge
... macht Synergieeffekte im gemeinsamen Tun sofort erlebbar
... unterstützt kreatives Denken und Handeln
... hat stark energetisierende Wirkung
... ist ein genauer Spiegel unserer Stimmungen
... stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und lässt die Gruppe zusammenwachsen
... verbessert das Erkennen bzw. Erzeugen von Stimmigkeit in einer
Situation oder Beziehung
... hilft, die unterschiedlichen Qualitäten von Menschen wertzuschätzen (für "gute" Musik braucht es von jeder Zutat etwas).

Vertiefung

Musik im Team in der Praxis

2. Gewaltfreie Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation ist ein Kommunikationsmodell, das von Dr. Marshall Rosenberg seit Beginn der 70er Jahre entwickelt wurde. Mittlerweile ist Gewaltfreie Kommunikation weltweit eine der meistgenutzten Methoden zur Konfliktbearbeitung.

Das Modell baut auf den Erkenntnissen der humanistischen Psychologie auf und verknüpft diese mit einer einfachen (nicht leichten) und praktisch anwendbaren Kommunikationstechnik. Damit umfasst sie das ganze Spektrum der inneren Haltung bis zur konkreten Kommunikationssituation. Der zentrale Fokus der Gewaltfreien Kommunikation liegt auf den Bedürfnissen. Gefühle sind dabei ein Wegweiser auf dem Weg zum Erkennen der Bedürfnisse. Dabei geht es darum, die eigenen Bedürfnisse und Interessen ebenso ernst zu nehmen wie die der Anderen.
Gewaltfreie Kommunikation heißt nicht "Piep piep piep - wir haben uns alle lieb." Vielmehr werden Konflikte und Schwierigkeiten ebenso als Lernchance gesehen wie die Sonnenstunden unseres Lebens. Aber nur wer weiß, was er braucht kann es auch bekommen. Und nur wer versteht, was der Andere braucht, kann eine sinnvolle Lösung für einen Konflikt finden.

Gewaltfreie Kommunikation ist für uns der ideale Weg, das zu bekommen was wir brauchen und auf synergetische Weise mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

Was ist neu an Gewaltfreier Kommunikation?

Mit der Gewaltfreien Kommunikation ist es wie mit der Glasherstellung. Alle Bestandteile des Glases kennen wir schon irgendwoher - Sand, Soda, ... Aber durch die richtige Mischung der Bestandteile und das Feuer dabei, entsteht etwas völlig neues und Eigenes. Sicherlich ist aktives Zuhören sinnvoll, sicherlich sind Ich-Botschaften sinnvoll. In der Gewaltfreien Kommunikation werden all diese Elemente zu einem Ganzen zusammengefasst, das mehr ist als die Summe seiner Teile.

Das 4-Stufenmodell der Gewaltfreien Kommunikation

Wenn uns etwas nicht gefällt, sagen wir der anderen Person ...

1. Was wir beobachten - ohne Bewertung.
2. Wie es uns geht (Gefühl).
3. Was wir brauchen (Bedürfnis).
4. Was der andere tun/sagen kann, unser Bedürfnis zu erfüllen (Wunsch).

Damit ist der Kommunikationsprozess natürlich nicht zu Ende. Die andere Person wird darauf reagieren. Unabhängig davon , was die andere Person nun sagt oder tut, konzentrieren wir uns auf die dahinterstehenden Bedürfnisse und Wünsche.

 

 

Vertiefung

Schwerpunkt Gewaltfreie Kommunikation auf meiner Seite

 

Musik im Team - die Praxis

Der Einstieg

Der Einstieg in "Musik im Team" wird in der Regel ein kurzer Input sein, in dem plastisch und fundiert deutlich gemacht wird, warum der Einsatz von Musik Sinn macht, warum es sich lohnt, diesen ungewöhnlichen Weg zu beschreiten.

Da ist Musik drin
Anschließend bringen die Trainer die mitgebrachten und im Raum verteilten Musikinstrumente in's Spiel. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Einfache Instrumente, die ohne Vorkenntnisse zu spielen sind, wie z.B. Trommeln, Xylophone, Gongs und andere auch ungewöhnliche Klangkörper werden von den Trainern mit spielerischer Neugier zum Klingen gebracht. Die Angst der Teilnehmer, das Ganze hätte etwas mit Musikalität im klassischen Sinne zu tun, wird genommen und die Lust, selbst "Hand anzulegen", steigt! Es gibt hier kein "Falsch" oder "Richtig", es geht nicht um Virtuosität oder perfekten Klang. Im Mittelpunkt steht vielmehr ein kreativer, spielerischer und angstfreier Erlebnisraum.

Stärken vertonen

Nachdem sich auch die Teilnehmer mit den Instrumenten vertraut gemacht haben, wählt sich beispielsweise jeder das passende Instrument zu folgender Frage: "Welche persönliche Stärke bringe ich in das Team ein?" Ich vertone dann meine Stärke, in dem ich z.B. meine Zuverlässigkeit in einen ruhigen, gleichbleibenden Rhythmus auf der Trommel übersetze; oder für mein freundliches Wesen eine passende Melodie auf einem Xylophon entdecke. Wie wäre es jetzt, sich die gefundenen Klänge nacheinander vorzuspielen und den dazugehörigen Stärken auf diese Weise Wertschätzung entgegenzubringen?

Die Intensität der anschließenden Feedbackrunde ist leicht vorstellbar. Die Gruppe wächst zusammen, die Ressourcen sind benannt und gewürdigt.

Zusammenspiel erleben

Für hohe Performance eines Teams ist gut abgestimmtes Zusammenspiel wesentlich. Hier drängt sich der Vergleich mit einem professionellen Orchester, einer Jazzband oder einem Chor geradezu auf. Die Gruppe steht im Halbkreis der Trainerin gegenüber und wird, je nach Gruppengröße, in zwei bis vier "Stimmen" unterteilt. Die Trainerin, inspiriert durch den Prozess der Gruppe, "komponiert" ad hoc für jede Stimme ein einfaches, leicht nachzusingendes Motiv. Diese Motive ergänzen und stützen sich gegenseitig und ergeben erst im Zusammenklang ein lebendiges Ganzes. Die Gruppe erlebt auf lustvolle Weise, wie es ist, wenn es "groovt" im Team. Synergie zum Anfassen!

Die Teamvision entsteht

Darüber hinaus können die einzelnen musikalischen Motive Aspekte einer Teamvision repräsentieren. So kann eine quirlige Melodie daran erinnern, dass in einem lebendigen Team Raum für neue, überraschende Ideen bleiben sollte, ein anderes Thema, das nur aus einigen wenigen ruhigen Tönen besteht, macht erlebbar wie wichtig es ist, auch in der größten Hektik das Innehalten nicht zu vergessen.

Es knirscht

Damit das Team langfristig gut funktioniert, ist ein konstruktiver Umgang mit Konflikten unerlässlich. Meinungsverschiedenheiten lassen sich nicht vermeiden - und das ist auch gut so! Gegenseitiges Verständnis ist die einzige Basis, auf der Konflikte wirklich produktiv genutzt werden können. Team-Composing nutzt, ergänzend zu der "Gewaltfreien Kommunikation", auch die Möglichkeiten von "Musik im Team" zur Konfliktbearbeitung. Fragen, denen wir ganz konkret nachgehen, könnten lauten: Wie klingt der gesamte Konflikt? Und wie klingen die einzelnen konträren Positionen? Wie ist es, dem inneren Grollen einen klanglichen Ausdruck zu geben ohne schuldzuweisende Verbalattacken? Wir machen die eigene Realität hörbar und damit auch nachempfindbar für die anderen. Eventuell wird erst dadurch der eigentliche Kern des Problems für mich selbst wahrnehmbar: Worum geht es wirklich? Auch kann ich die Situation meines Kontrahenten besser nachempfinden, wenn ich "in seine Haut schlüpfe" und seinen Klang für eine Weile übernehme. Sobald die Spannung nachlässt, entsteht die Möglichkeit, die Energie und die Potentiale, die in dem Konflikt gebunden waren, für das Team nutzbar zu machen. Auch da die Frage: Wie klingt der belebende Gegensatz, wie ergänzen sich unter Umständen die Pole, wenn wir uns gegenseitig wertschätzen?