Praxistransfer

 

In Trainings und Seminaren kann die Grundlage für wichtige persönliche Veränderungen und berufliche Weiterentwicklung gelegt werden. Die neuen Erfahrungen und das zusätzliche Wissen führen zu Vorsätzen für die alltägliche Praxis. Den Transfer in die Praxis kann ich im Seminar methodisch fördern. Es bleibt aber dabei, dass die Verwirklichung von Vorsätzen und die Anwendung des Gelernten im Alltag eine schwierige Hürde darstellt. 

Es treten Hindernisse auf, die im Seminar nicht besprochen wurde, der Zeitdruck schlägt zu .... Hinzu kommt, dass jeder Mensch seine persönliche Umsetzung der vermittelten Leitbilder entwickeln muss, um kongruent zu bleiben. Dies wiederum erfordert den Mut, etwas auszuprobieren, etwas anders zu machen als gewöhnlich. Damit sind wir häufig mit sehr grundlegenden Ängsten konfrontiert. 

Ich habe mich ausgiebig mit diesem Phänomen beschäftigt und biete folgende Möglichkeiten an, den Transfer vom Seminar in die Berufspraxis zu optimieren.

Praxisbegleitung und Coaching

Als besonders effektiv hat sich die Begleitung der TeilnehmerInnen in ihrer beruflichen Praxis durch einen Coach erwiesen, so z. B. während Verkaufs- und Beratungsgesprächen oder während der Moderation von Besprechungen und Veranstaltungen. Der Coach kann sich auf diese Weise einen eigenen Eindruck von den Stärken und Schwächen machen und im anschließenden Einzelgespräch sehr gezielt auf Verbesserungsmöglichkeiten hinarbeiten. Im Coaching ohne Praxisbegleitung bringt der Teilnehmer seine Erfahrungen aus dem Alltag im Einzelgespräch ein. Das Coaching kann persönlich oder telefonisch durchgeführt werden. In den Gesprächen wird an die persönlichen Vorsätze erinnert, auftretende Schwierigkeiten werden diskutiert und individuelle Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Praxisbegleitung und Coaching sind sicherlich die effektivsten und gleichzeitig aufwendigsten Methoden zur Erhöhung der Transferrate vom Seminar in die Praxis. Grundvoraussetzung für das Funktionieren dieses Ansatzes ist ein Vertrauensverhältnis zwischen Coach und Gecoachtem. Deshalb lege ich Wert auf Vertraulichkeit und lehne eine Verknüpfung des Coaching mit einer Leistungsbeurteilung ab.

Praxistreffen

Hier treffen sich die SeminarteilnehmerInnen im Abstand von mehrere Wochen oder Monate nach dem Seminar wieder und bringen ihre Erfahrungen aus der Praxis ein. Mit Mitteln der Supervision werden auftretende Schwierigkeiten bearbeitet und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.

Kontaktbrief

Eine Alternative bietet der “Kontaktbrief”. Hier erhalten die Teilnehmer im Abstand von einigen Tagen, Wochen und Monaten einen Brief, der sie an die Vorsätze erinnert, Zusatzinformationen liefert und mit Hilfe konkreter Fragen zur Reflexion anregt.

 

mehr zum Thema Transfermethoden im Seminar finden Sie in dem Buch "Transfer - wie Seminare Früchte tragen" von Ralph Besser